Eingefärbtes Glas

Verfahren zur herstellung von Eingefärbtes Glas

Eingefärbte Gläser bezeichnen in der Masse durchgefärbte Gläser, die durch chemische Zusätze in der Schmelze hergestellt werden. Die Farbe des Glases entsteht durch die Absorption von Licht im Bereich bestimmter Wellenlängen. Normales Kalk-Natron-Silikatglas erscheint beim Ansehen leicht grünlich. Diese Verfärbung wird in erster Linie durch Bestandteile von Eisenoxiden in der Schmelze hervorgerufen.

Zur Einfärbung reichen bereits kleinste Mengen an Rohstoffen aus. Etwa 99,5% der Bestandteile des Glases entsprechen in ihrer chemischen Zusammensetzung derjenigen des üblichen Kalk-Natron-Silikatglases, die restlichen 0,5% bestimmen die Färbung des Glases. Dadurch ist eine exakte Feinabstimmung der Farbe sehr schwierig. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Bereits geringste Beimengungen von etwa 180 g Kobaltoxid entscheiden bei einer Masse von 4000 kg Glasrohstoffen zwischen einem grauen und bronzefarbenen Farbton des Glases. Gläser genau gleicher Farbe sind in unterschiedlichen Produktionsprozessen nachträglich kaum herstellbar, wie dies beispielsweise beim Austausch von einzelnen Scheiben nach mehreren Jahren erforderlich werden kann. Auch Gläser aus verschiedenen Glasschmelzen unterscheiden sich in ihrer Grünfärbung teilweise deutlich, abhängig von der Herkunft der verwendeten Rohmaterialien.

In der Masse durchgefärbte Gläser werden standardmäßig in den Farben Bronze, Grau, Grün und Rosa hergestellt. Sie eignen sich neben dem gestalterischen Aspekt auch, um den Gesamtenergiedurchlass einer Verglasung zu reduzieren. Durch die absorbierte solare Strahlung resultieren jedoch auch erhöhte thermische Beanspruchungen der durchgefärbten Gläser und ein damit verbundener verstärkter Sekundärenergieeintrag.

Die Gläser können wie übliche, nicht eingefärbte Scheiben verarbeitet und mit Sonnen- bzw. Wärmeschutzschichten versehen werden. Auch das thermische Vorspannen und die Weiterverarbeitung zu Verbundsicherheitsglas sowie Isolierglas sind möglich.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas satiniert. Besonders für dekorative und hochwertige Anwendungen eignet sich dieses Glas hervorragend. Es liegt auf der Hand, dass satiniertes Glas weniger Licht durchlässte als eine Klarglasscheibe und damit undurchsichtig wirkt. Dahinter liegende Objekte werden nur schematisch wargenommen.
Isolator-Materialien wie Glas sind meist transparent, da ihre Bandlücke größer als die Photonenenergie für sichtbares Licht ist. Diese Photonen können daher nicht durch Valenzelektronen absorbiert werden. Bei Milchglas wird das Licht durch eine raue Oberfläche oder durch Teilchen im Material gestreut.
Bis heute können Forscher nicht genau sagen, ob die Glasherstellung in Mesopotamien, Ägypten oder an der Levante-Küste seinen Ursprung hat. Die ersten vom Menschen produzierten Glasobjekte sind aus dem Jahr 3500 vor Christus. Die Glasperlen fanden Archäologen in Ägypten und dem östlichen Teil Mesopotamiens.
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