Laminationsbiegen

Laminationsbiegen | Glasbearbeitung

Gebogenes Glas ist nicht nur aus optischen Gründen interessant, es bietet auch den Vorteil, dass die Dicke des Glases erheblich reduziert werden kann, da ein gebogenes Element mehr trägt, als ein gerades. Bei seiner Herstellung wird unterschieden zwischen schwach und stark gebogenen Verglasungen mit einem Krümmungsradius über bzw. unter zwei Metern. Zudem wird zwischen einachsig (zylindrisch) gebogenen Scheiben und doppelachsig (sphärisch) gebogenen Scheiben differenziert.

Mit dem Laminationsbiegeverfahren lassen sich schwach gebogene Verglasungen herstellen. Im Gegensatz zum Warmbiegen z.B. durch das Schwerbiegeverfahren wird die Krümmung des Glases hier jedoch nicht durch thermische Prozesse erzeugt. Stattdessen erfolgt die Formgebung über den Laminationsprozess von Verbundsicherheitsglas: Die einzelnen Glasscheiben des VSG werden zunächst gereinigt und zu einem Scheibenstapel zusammengelegt. Danach werden sie in einer speziellen Biegevorrichtung eingespannt und in Form gezwängt (kalt gebogen). Anschließend wird der Scheibenstapel im Autoklav unter hohem Druck dauerhaft miteinander verbunden. Da die Temperatur im Autoklav mit etwa 140°C im Vergleich zum Schwerkraftbiegeverfahren (etwa 600°C) sehr gering ist, wird dieses Formgebungsverfahren auch Kaltbiegen genannt.

Nach einer kontrollierten Abkühlphase wird die gebogene VSG Scheibe aus der Biegevorrichtung gelöst. Die zuvor aufgebrachte Form wird über die Verbundwirkung der Zwischenschicht fixiert. Dabei ergibt sich ein gewisses Rückstellverhalten bei dem die Scheiben in Abhängigkeit ihrer Größe, des Schichtaufbaus und der Biegeform etwas zurückfedern. Da bei diesem Verfahren dauerhaft Biegespannungen in den Glasscheiben aufgebracht werden, kommen nur thermische vorgespannte Gläser zum Einsatz. Neben der zylindrischen ist auch das Einprägen einer sphärischen Krümmung möglich.

Deutliche Vorteile des Kaltbiegens gegenüber dem Warmbiegen lassen sich in der optischen Oberflächenqualität und Planebenheit erkennen, da kalt gebogene Scheiben keine lokalen Verwölbungen aufweisen. Außerdem unterliegen kalt geformte Scheiben keiner geometrischen Beschränkung durch den Biegeofen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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