Schneiden von Glas

Schneiden von Glas | Glasbearbeitung

Das Schneiden von Glas erfolgt in der Regel mit einem gehärteten Schneidrad oder einem Diamanten in einem geraden Schnitt. Hierbei wird mit dem Schneidwerkzeug ein Anriss in die Glasoberfläche eingebracht und danach direkt über einer Kante gebrochen. Die Qualität des Anrisses kann durch den Einsatz von Schneidflüssigkeiten (z.B. Petroleum) beeinflusst werden, welche das unerwünschte Aussplittern des Risses erschweren.
Gekrümmte Schnitte sind bedingt möglich, aber beim Brechen der Scheibe problematisch, da der Bruchverlauf hierbei häufiger ungewollt von dem vorgegebenen Anriss abweicht.
Je nach Qualität des Anrisses können beim Brechen unregelmäßige und wellige Schnittkanten mit Mikrorissen, Einläufen und Ausbrüche entstehen, welche die Qualität der Kante beeinflussen und eine Nachbearbeitung durch Schleifen notwendig machen. Durch derartige Schäden wird die Festigkeit des Glases im Bereich der Kante erheblich vermindert.

Eine weitere Methode des Schneidens ist das Wasserstrahlverfahren. Eine Düse von 0,1 mm bis 0,6 mm formt das Wasser bei einem Druck bis zu 4000 bar zu einem feinen Strahl, der eine Geschwindigkeit bis zu 1000 m/s erreicht. Um Glas zu schneiden, werden dem Wasserstrahl noch zusätzlich Schleifmittel (Abrasive) zugesetzt, um die Qualität des Schnittes zu verbessern. Mit diesem Verfahren sind mit der Unterstützung des Computers nahezu beliebige Formen des Schnittes möglich.

Ein neueres Verfahren stellt die Laser-Glasschneidetechnologie (OWCT: Zero-Width Cutting Technology) dar. Mit Computersteuerung erfolgt gezielt ein definierter Energieeintrag in das Glas, der zu einem nahezu unsichtbaren Sprung im Material führt. Der Sprung bildet sich dabei exakt in der gewünschten Schnittrichtung aus. Bei derartigen Präzisionsschnitten können Einläufe und Ausbrüche fast völlig vermieden werden. Da die Schnittkanten eine exzellente Oberflächenqualität besitzen, müssen diese nicht mehr umfangreich nachbearbeitet werden. Die Technik wird vor allem bei Spezialgläsern angewendet.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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