Schallschutzverglasung

Schallschutzverglasung | Arten und Anwendungen von Verglasungen

Eine Schallschutzverglasung schützt Sie vor dem Lärm die von außen kommt und verleitet daher auch den Stress weg.

Fenster mit normalen Verglasungen haben keine gute Schalldämmwerte. Eine Schallschutzverglasung weist hingegen Werte von über 40 dB auf.

Schallschutz: Begriffe und Größen

Der Schutz gegen Lärm gewinnt bei der Planung von Gebäuden zunehmend an Gewicht. Jeder Zweite fühlt sich heute von Lärm belästigt. Schallschutz-Verglasungen bieten sehr wirksame Möglichkeiten zum Schutz vor Lärm. Der Mensch kann Tonhöhen von ca. 16 bis 16.000 Hertz wahrnehmen. Für Lautstärken ist die Sensibilität des Menschen noch höher: das Verhältnis zwischen Minimum und Maximum der Schallenergiedichte verhält sich wie 1:10 Billionen. Daher werden Verringerungen des Schallenergieflusses im logarithmischen Maßstab aufgetragen

Als Schall werden mechanische Schwingungen bezeichnet, die sich in der Luft, im Wasser und Körpern ausbreiten. Die Schallfrequenz ist die Anzahl der Schwingungen der Schallwelle je Sekunde und wird in Hertz [Hz] angegeben.

Der Schallpegel wird als zehnfacher Logarithmus des Verhältnisses des Quadrates des gemessenen Schalldruckes zum Quadrat eines Bezugs-Schalldrucks angegeben. Der Bezugsschalldruck beträgt 20 μN/m².

Dezibel (dB) ist die dimensionslose Größe zur Angabe des Schallpegels. Es wird zwischen Luftschallpegeln und Körperschallpegeln unterschieden. 1 dB = 1/10 Bel. Die Messung des reinen Schallpegels wird zusätzlich elektronisch bewertet, um das Hörempfinden des menschlichen Ohres besser simulieren zu können, das den Schall tieferer Frequenzen weniger gut hört als den Schall mittlerer und hoher Frequenzen. Der bewertete Schallpegel wird A-bewerteter Schallpegel genannt – dB (A).

Die Lautstärke ist das Maß der Schallempfindung des menschlichen Ohres. Sie ist abhängig vom Schalldruck und der Frequenz. Früher wurde sie in Phon angegeben.

Schallspektren geben für verschiedene Lärmerzeuger (Autoverkehr, Flugzeug, Bahn,…) und Bebauungssituationen (offene Bebauung, geschlossenen Bebauung, städtischer Bereich,…) an, in welchen Frequenzbereichen von 100 Hz bis 3150 Hz welche Lärmbelästigung auftritt. Anhand der Schallspektren können Bauteile gezielt an die jeweilige Situation angepasst werden.

Nachhall: Da Glas als „schallhart“ bezeichnet wird, kommt es immer wieder zu Problemen mit Nachhalleffekten und Echos in Gebäuden mit großen Glasflächen. Als Gegenmittel wurden spezielle perforierte transparente Folien sowie perforierte Acrylglasplatten entwickelt, die den Nachhall größtenteils absorbieren.

Der Schalldruck bestimmt die Lautstärke einer gehörten Wahrnehmung und wird in bar gemessen. Das menschliche Empfinden entspricht jedoch nicht dem einer physikalischen Messung, denn Töne geringer Frequenzen werden wesentlich leiser empfunden.

Schallschutz: Bewertetes Schalldämm-Maß Rw

Das Schalldämm-Maß R eines Bauteils ist von der Frequenz des Schalls abhängig, wobei sich der bauakustische Bereich von 100 Hz bis 3150 Hz erstreckt. Mit R wird das 10-fache logarithmische Verhältnis von der auf das Bauteil auftreffenden Schalleistung zur vom Bauteil abgegebenen Schalleistung angegeben. Eine Verbesserung der Schalldämmung um 10 dB bewirkt daher eine Halbierung der abgegeben Schalleistung, d.h. des Lärms.

Das bewertete Schalldämm-Maß Rw wird durch Messungen im Vergleich mit einer Bezugskurve ermittelt und in [dB] angegeben. Die Schalldämmwerte eines Bauteils werden dazu zuerst in Abhängigkeit von der Frequenz in ein Diagramm eingetragen, auf dem die Frequenz zwischen 100 und 3150 Hz und die jeweiligen Schalldämmwerte [dB] abgetragen werden. Damit kann man für die verschiedenen Frequenzbereiche das Maß der Schalldämmung genau nachvollziehen. Zur Vereinfachung wird dieses Diagramm dann einem genormten Diagramm nach DIN 4109 Schallschutz im Hochbau; Anforderungen und Nachweise gegenübergestellt und mit einer Ausgleichsberechnung auf einen Wert reduziert, der in [dB(a)] angegeben wird.

Schallschutz: Spektrum-Anpassungswerte C und Ctr

Zur Anpassung von Schallschutzmaßnahmen an bestimmte Standard-Lärmquellen, die z.B. mit einem Schallspektrum ermittelt wurden, wurden die Spektrum-Anpassungswerte C und Ctr eingeführt. Hiermit kann bereits in der Planung ganz gezielt auf die jeweilige Lärmsituation eingegangen werden. Die bewerteten Schalldäm-Maße werden mit dem Spektrum-Anpassungswert korrigiert.

Der Anpassungswert C (Spektrum 1) berücksichtigt folgende Lärmquellen:

  • Wohnaktivitäten
  • Kinderspielen
  • Schienenverkehr mit mittlerer und hoher Geschwindigkeit
  • Autobahnverkehr > 80 km/h
  • Düsenflugzeuge in kleinem Abstand
  • Betriebe, die überwiegend mittel- und hochfrequenten Lärm abstrahlen.

Der Anpassungswert Ctr (Spektrum 2) berücksichtigt folgende Lärmquelle:

  • Städtischer Straßenverkehr
  • Schienenverkehr mit geringer Geschwindigkeit
  • Propellerflugzeuge
  • Düsenflugzeuge mit großem Abstand
  • Diskomusik
  • Betriebe, die überwiegend tief- und mittelfrequenten Lärm abstrahlen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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