Verglasungs- und Fensterflächenanteil

Überlängen | Glas | Vertikale Glaselemente

Glasflächen üben sowohl positiven wie negativen Einfluss auf die Energiebilanz eines Gebäudes aus. Im Wohnungsbau tragen große, nach Süden ausgerichtete Fensterflächen zu einer Reduktion des Heizwärmebedarfs bei. In Bürogebäuden hingegen sind solare Gewinne durch große Glasflächen meistens unerwünscht, weil sie einerseits zu Lasten des Blendschutzes gehen und andererseits den Kühlenergiebedarf erhöhen.

Verglaste Fensterbrüstungen verbessern den natürlichen Lichteinfall in Innenräume nur unwesentlich. Er wird vielmehr erhöht, wenn die Oberkante eines Fensters möglichst hoch liegt, das heißt, wenn die Öffnung sturzfrei bis unter die Decke reicht. Eine wirkungsvolle Vergrößerung der Fensterfläche kann auch durch eine zusätzliche künstliche Erhöhung des Fenstersturzes erreicht werden. Schmale Fensterprofile, die sich bei den hohen Anforderungen an den Wärmeschutz jedoch nur bedingt realisieren lassen, oder ein Anschrägen der Fensterlaibungen oder der Fensterbrüstungen, tragen ebenfalls zu einer Verbesserung des Lichteinfalls von bis zu 15% bei.

Bei normaler Rohbaufensterhöhe von 1,30 m und einer Brüstungshöhe von 0,90 m, sollte die Summe der Fensterbreiten mindestens 55% der Breite des Raumes betragen. Für die Lichtverteilung im Raum sind auch die Lage und die geometrische Form der Fenster entscheidend. Breitere Fenster oder Fensterbänder in mittlerer Höhe verbessern den Lichteinfall; auch mehrere schmale, hohe Fenster, vor allem aber bodentiefe Schrägverglasungen sorgen für eine gleichmäßige Raumausleuchtung. Letztere bringen alerdings je nach Himmelsrichtung, wiederum die Gefahr einer sommerlichen Überhitzung mit sich.

Im Verwaltungsbau wird ein Fensterflächenanteil von 60 bis 65% als optimal angesehen, da bei größeren Glasflächen keine weitere nennenswerte Stromersparnis zu erzielen ist und eher Probleme mit dem sommerlichen Wärmeschutz auftreten. Wenn der Fensterflächenanteil 30% einer Fassadenfläche überschreitet, so ist nach Energieeinsparverordnung ein vereinfachtes Nachweisverfahren anzuwenden, dass sich die Räume nicht überhitzen. Hier sind bestimmte Anforderungen an die Sonneneintragskennwerte oder an die Kühlleistung einzuhalten, um einen energiesparenden sommerlichen Wärmeschutz sicherzustellen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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