Irisglas

Verfahren zur herstellung von Irisglas (irisierendes Glas)

Irisglas (irisierendes Glas) ist durchsichtiges, farbloses oder gefärbtes, in prächtigen Regenbogenfarben schimmerndes Glas.

Es kann erhalten werden, indem man die noch heißen Gegenstände, wie sie vom Glasofen kommen, in einen Raum einführt, welcher mit Dämpfen gefüllt ist, die sich aus einer erhitzten Mischung von Bariumnitrat, Strontiumnitrat und Zinn(II)-chlorid entwickeln. Historisch benutzte man hierzu ein eisernes Gefäß, dessen Boden durch Kohlenfeuer erhitzt wurde und dessen aufklappbarer Deckel eine Öffnung für den Hals der Glasmacherpfeife besaß. Die Einwirkung der Dämpfe darf nur einige Sekunden dauern.

Glas lässt sich auch durch Ioddämpfe und gewisse Glassorten durch Erhitzen mit etwa 15 Prozent Salzsäure enthaltendem Wasser unter einem Druck von 200 bis 500 kPa irisierend machen. Durch Abänderung der Chemikalien und der Temperatur soll man die Farben, in welchen das Glas irisiert, beliebig ändern können. Am besten eignen sich Kristallglas, Hyalithglas und die halbsatten Farbengläser zur Darstellung von Irisglas. Dasselbe wurde zuerst 1872 von Zahn in Ungarn dargestellt. Auf Tonwaren kann man eine irisierende Glasur durch Auftragen von Kalitonerdeglasur unter Zusatz von Aluminiumplatinchlorid darstellen.

Während des Jugendstils erfreute sich Irisglas auch breiter Verwendung bei Glasmosaiken. Eine spezialisierte Fertigungsstätte war die 1836 begründete Glashütte Klostermühle in Unterreichenstein, wo bis 1947 gearbeitet wurde.

Antike Gläser, wie sie aus der Archäologie bekannt sind, irisieren hingegen infolge ihrer Lagerung. Das Irisieren wird in diesem Fall durch die poröse Oberfläche des Glases und das Eindringen von Fremdpartikeln in selbige verursacht. Zu Gebrauchszeiten des Fundes irisierte dieser zumeist nicht.

Besonders häufig findet man irisierendes Glas unter römischen Gläsern, besonders selten jedoch unter keltischen Gläsern, da sich diese durch eine außergewöhnlich glatte, feste Oberfläche auszeichnen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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