Digitaldruck auf Glas

Digitaldruck auf Glas | Glasbearbeitung

Fotorealistische Bilder lassen sich mithilfe verschiedener Techniken auf Glas abbilden. Neben dem Durchfärben (Emaillieren) kann dies im Siebdruck- oder im digitalen Flachbettdruckverfahren erfolgen. Letzteres erfordert im Gegensatz zu den anderen Techniken weniger Vorarbeit; hier wird die Glasscheibe direkt mit keramischen Farben bedruckt. Zum Einsatz kommen die Grundfarben Cyan, Magenta und Yellow sowie der Schwarzanteil Key des CYMK-Farbraums. Diese werden im Druckkopf zur gewünschten Farbe gemischt und auf die Glasoberfläche appliziert. Hier erreichen sie eine ähnliche Festigkeit wie solche, die im Siebdruckverfahren aufgebracht wurden. Im Gegensatz dazu entfällt jedoch das Herstellen von Druckplatten sowie das Ausbelichten und Trocknen der einzelnen Farbvorgänge. Während des Brennvorgangs im Ofen werden die Farben dauerhaft mit der Glasscheibe verbunden. Nun ist die Farbschicht kratzfest und kann laminiert, zu Isolierglas oder laminationsgebogenen Scheiben weiterverarbeitet werden. Auf diese Weise lassen sich schnell Dekore, Muster und fotorealistische Abbildungen herstellen.

Die digitale Drucktechnik ist in einer Auflösung von bis 720 dpi möglich und kommt vor allem bei großen, detailgenauen Abbildungen zum Einsatz, sowohl für Kleinserien als auch für einzelne Motive. Verschiedene Farbintensivitäten sind ebenso möglich wie unterschiedliche Grade der Transparenz. Im Gegensatz zum Sieb- oder Walzendruck ist der Farbauftrag wesentlich dünner. Dadurch lassen sich auch transluzente Farbbilder herstellen. Als Basisglas kann gewöhnliches Floatglas zum Einsatz kommen. Um das Risiko eines Glasbruchs durch Wärmeabsoption auszuschließen, empfiehlt sich jedoch thermisch vorgespanntes Glas. Die besten Druckergebnisse lassen sich auf eisenoxidarmem Weißglas erzielen, da es nicht den typischen Grünstich aufweist und somit eine Verfälschung der Farbe ausgeschlossen ist. Derzeit können Glasscheiben mit einer Größe von 3,21 x 15,00 Meter bedruckt werden.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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