Absturzsichernde Verglasungen

Absturzsichernde Verglasungen | Glas | Vertikale Glaselemente

Konstruktionselemente aus Glas, die Menschen vor dem Herabfallen aus größerer Höhe schützen, werden als absturzsichernde Verglasungen bezeichnet.

Beispiele hierfür sind:

  • Brüstungselemente
  • Treppengeländer
  • Umwehrungen
  • Aufzugsverglasungen und
  • raumhohe Wandverglasungen, die eine absturzsichernde Funktion sicherstellen müssen

Im Rahmen der Landesbauordnungen und der Unfallverhütungsvorschriften der Unfallversicherer sind absturzsichernde Bauteile erforderlich, wenn der Höhenunterschied zwischen Verkehrsflächen mehr als 1,00 m beträgt. Gemäß den derzeitigen Landesbauordnungen sind für Absturzhöhen bis zu 12,00 m Brüstungen und Umwehrungen mit einer Mindesthöhe von 90 cm auszuführen. Bei größeren Absturzhöhen gelten 110 cm als Mindestanforderung. In den Normteilen 1 bis 5 der DIN 18008 – Bemessungs- und Konstruktionsregeln sind diese Anforderungen als verbindlich zusammengefasst. Für absturzsichernde Verglasungen von Aufzugsschächten gelten häufig zusätzliche Regelungen, die ebenfalls zu beachten sind.

Absturzsichernde Verglasungen sind in DIN 18008-4 Teil 4: Zusatzanforderungen an absturzsichernde Verglasungen geregelt, die im Wesentlichen auf den mittlerweile bauaufsichtlich abgelösten Technischen Regeln für die Verwendung von absturzsichernden Verglasungen (TRAV) basiert. Die Norm unterscheidet drei unterschiedliche Kategorien von absturzsichernden Verglasungen:

  • Kategorie A: die Verglasung bietet alleinigen Schutz gegen Absturz
  • Kategorie B: zusätzlich ist ein durchgehender Handlauf vorhanden
  • Kategorie C: die Verglasung übernimmt nur eine ausfachende Funktion

Durch die Regelausführung entsprechend der Konstruktionsprinzipien der einzelnen Kategorien wird den unterschiedlichen Anforderungen Rechnung getragen. Im Fall eines Anpralls von Personen oder Gegenständen muss die Standsicherheit des Bauteils erhalten bleiben, das Bauteil darf außerdem nicht durchstoßen werden und es dürfen keine Personen durch herabfallende Bruchstücke ernsthaft verletzt werden. Die verwendeten Glasarten müssen einen ausreichenden Widerstand gegen diese Einwirkungen bieten bzw. eine hinreichende Resttragfähigkeit sowie Splitterbindung zur Vermeidung von Schnittverletzungen gewährleisten.

Für absturzsichernde Verglasungen ist gemäß DIN 18008-1 T eil 1: Begriffe und allgemeine Grundlagen ein Tragfähigkeitsnachweis unter statischen und stoßartigen Einwirkun­gen (planmäßige Lasten) zu erbringen sowie je nach Orientierung der Kanten, Verglasung und Kategorie weitere Anforderungen zu erfüllen. Der Grenzzustand der Tragfähigkeit für stoßartige Einwirkungen kann auf verschiedene Arten untersucht werden. Neben Bauteilversuchen (Pendelschlagversuche) sind weitere Möglichkeiten in den Anhängen A bis C in DIN 18008-4 geregelt

  • Anhang A: Nachweis der Konstruktion durch Bauteilversuche (Pendelschlagversuch). Bei dieser Prüfung wird die Eignung der Verglasung und der Unterkonstruktion gleichzeitig nachgewiesen
  • Anhang B: Nachweis der Konstruktion anhand vergleichbarer und bereits nachgewiesener Konstruktionen. Anwendbar für linienförmige gelagerte Konstruktionen, die in ihrem Glasaufbau und den Glasabmessungen vergleichbar mit in einer Tabelle genannten Verglasungen sind
  • Anhang C: Nachweis der Konstruktion durch Berechnung. Hierzu stehen für linienförmig gelagerte Verglasungen zwei verschiedene Berechnungsverfahren zur Verfügung.

Wichtig ist, dass für absturzsichernde Verglasungen immer ein Nachweis der statischen Tragfähigkeit und ein Nachweis der Tragfähigkeit unter Stoßeinwirkung durch Personenanprall zu führen sind.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas satiniert. Besonders für dekorative und hochwertige Anwendungen eignet sich dieses Glas hervorragend. Es liegt auf der Hand, dass satiniertes Glas weniger Licht durchlässte als eine Klarglasscheibe und damit undurchsichtig wirkt. Dahinter liegende Objekte werden nur schematisch wargenommen.
Isolator-Materialien wie Glas sind meist transparent, da ihre Bandlücke größer als die Photonenenergie für sichtbares Licht ist. Diese Photonen können daher nicht durch Valenzelektronen absorbiert werden. Bei Milchglas wird das Licht durch eine raue Oberfläche oder durch Teilchen im Material gestreut.
Bis heute können Forscher nicht genau sagen, ob die Glasherstellung in Mesopotamien, Ägypten oder an der Levante-Küste seinen Ursprung hat. Die ersten vom Menschen produzierten Glasobjekte sind aus dem Jahr 3500 vor Christus. Die Glasperlen fanden Archäologen in Ägypten und dem östlichen Teil Mesopotamiens.

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