Aufzugverglasungen

Aufzugverglasungen | Glas | Vertikale Glaselemente

Bei der Planung gläserner Fahrzeugkabinen und Schachteinhausungen von Aufzügen sind neben architektonisch-ästhetischen Gesichtspunkten vor allem Sicherheitsvorschriften zu berücksichtigen, die in einer Vielzahl von unterschiedlichen Regelwerken definiert sind.
Allgemeine Vorgaben
Grundsätzlich gilt, dass alle Verglasungen aus Verbund-Sicherheitsglas (VSG) bestehen müssen. Hiervon ausgenommen sind im Fahrkorb verwendete Glasverkleidungen bzw. Spiegel. Diese müssen die Anforderungen von Anhang C der Pendelschlagnorm DIN EN 12600 an Typ B oder C erfüllen, d.h. beim Bruch entweder VSG-typisch (B) oder ESG-typisch (C) brechen.

Verglaste Schachtwände
Verglasungen von Schachtwänden müssen die Anforderungen der Glasbaunorm DIN 18008 erfüllen. Falls die Glaselemente auch eine absturzsichernde Funktion übernehmen, müssen diese entsprechend DIN 18008-4 bemessen werden. Zusätzlich sind die Verglasungen und deren Befestigungen für eine statische horizontale Kraft von 1 kN (verteilt auf eine Fläche von 0,3 x 0,3 m) an maßgeblicher Stelle nachzuweisen. Die elastische Verformung ist dabei auf 15 mm zu beschränken.

Verglaste Schacht- und Fahrkorbtüren
Verglaste Türelemente sind hinsichtlich ihrer absturzsichernden Wirkung nachzuweisen. Entsprechend DIN EN 81-20, Abs. 5.3.5.3.4, dürfen die Verglasungen nicht brechen. Des Weiteren müssen Verglasungen in Schachttüren die maßgebenden Brandschutzbestimmungen erfüllen. Außerdem ist das Verformungsverhalten der Verglasungen für vertikal und horizontal wirkende statische Einzelkräfte (horizontal: 0,3 kN, verteilt auf eine runde oder quadratische Fläche von 5 cm²; vertikal: 1,0 kN, verteilt auf eine runde oder quadratische Fläche von 100 cm²) zu überprüfen. Während in horizontaler Lastrichtung die elastische Verformung auf max. 15 mm begrenzt ist, darf durch die vertikale Belastung die Funktionsfähigkeit und Sicherheit der Tür nicht beeinflusst werden.

Verglasungen von Fahrkorbwänden und -dächern
Verglaste Fahrkorbwände sind hinsichtlich ihrer absturzsichernden Wirkung nachzuweisen. Entsprechend DIN EN 81-20, Abs. 5.4.3.2.3, dürfen die Verglasungen nicht brechen. Die Prüfungen sind bei allseitig linienförmig gelagerten ebenen Glasscheiben für gewisse Glasformate und Glasaufbauten nicht erforderlich. Die Mindestdicken der Gläser werden in Abhängigkeit eines sogenannten „Innkreises“ festgelegt (prinzipiell entspricht dies der maximalen Stützweite). Fahrkorbwände mit Glasflächen, deren Unterkanten weniger als 1,10 m vom Fußboden entfernt sind, müssen in einer Höhe zwischen 0,90 und 1,10 m einen Handlauf haben, der unabhängig vom Glas befestigt ist. Verglasungen in Fahrkorbdächern müssen zusätzlich den Anforderungen nach Abschnitt 5.4.7 der DIN EN 81-20 entsprechen.

Verglasungen in Fahrkorbwänden müssen einer vom Inneren des Fahrkorbs nach außen an beliebiger Stelle vertikal auf eine runde oder quadratische Fläche von 5 cm² einwirkenden gleichmäßig verteilten statischen Kraft von 0,3 kN standhalten, ohne dass eine elastische Verformung von mehr als 15 mm auftritt. Außerdem darf eine vom Inneren des Fahrkorbs nach außen an beliebiger Stelle vertikal auf eine runde oder quadratische Fläche von 100 cm² gleichmäßig verteilt angreifende Kraft von 1 kN zu keiner dauerhaften Verformung größer als 1 mm führen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
Glasflächen müssen regelmäßig gereinigt werden, wobei die Häufigkeit natürlich vom Verschmutzungsgrad abhängt. Am besten ist die Anwendung von viel klarem Wasser und einfachen weichen Lappen oder Schwämmen. Daneben dürfen auch handelsübliche Sprühreiniger verwendet werden. Auf alkalische Waschlaugen und Säuren sowie fluoridhaltige Mittel ist jedoch zu verzichten. Fett und Dichtstoffrückstände werden mit handelsüblichen, nicht aggressiven Lösungsmitteln (Spiritus, Isopropanol) beseitigt, danach mit reichlich Wasser nachspülen.

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