Delamination von Verbund (Sicherheits-) Gläsern

Delamination von Verbund (Sicherheits-) Gläsern | Glasbruch | Glasschäden

Bei Verbund- und Verbundsicherheitsgläsern können sich die Gläser von der Zwischenschicht lösen. Dieses Schadensbild wird als Delamination bezeichnet und kann auch erst mehrere Jahre nach der Produktion bzw. dem Einbau auftreten.

Die Ursachen zur Begünstigung der Delamination sind vielfältig, jedoch häufig auf Feuchtigkeit, Imperfektionen der Basisgläser, Materialunverträglichkeiten oder Fehler im Laminationsprozess zurückzuführen.

Bedingt durch das hygroskopische Verhalten üblicher Zwischenschichtmaterialien kann bei frei bewitterten Glaskanten atmosphärische Feuchtigkeit in die Folienschicht eindringen, was häufig zu optischen Eindrübungen bzw. Ablösungen entlang der Glaskanten führen kann. Da sich dieser Effekt in der Regel lediglich auf den unmittelbaren Bereich der Glaskante beschränkt, stellt dieses Stadium des Schadensbildes in der Regel keinen Funktionsverlust des Laminates dar.
Auch eine mangelnde Verträglichkeit mit anderen verwendeten Materialien, die mit den Zwischenschichten im unmittelbaren Kontakt stehen, können durch chemische und/oder physikalische Wechselwirkungen (z.B. Diffusion von Weichmachern) eine Delamination begünstigen.
Bei Verbund- oder Verbundsicherheitsglas aus thermisch vorgespannten Gläsern können Delaminationen auftreten, wenn die durch den Vorspannprozess gekrümmten Scheiben gegensinnig zusammenlaminiert werden. Hierdurch wirkt eine dauerhafte und ungünstige Zwangsbeanspruchung auf die Verbundfolie. Grundsätzlich werden bei Glaslaminaten mit thermisch vorgespannten Gläsern dickere Folienschichten und Folien mit hohen Adhäsionseigenschaften (hohe Haftung) empfohlen.
Auch eine nicht sachgemäße Handhabung/Lagerung der Ausgangsmaterialien (Folienmaterial) oder Vorbereitung der Verglasung (z. B. Waschwasserqualität zur Reinigung der Gläser vor dem Laminationsprozess) bzw. nicht korrekte Produktionsparameter können zur Delamination führen.
Ob Delaminationen Einfluss auf die Tragfähigkeit einer einzelnen Verbundsicherheitsglasscheibe haben ist im Einzelfall zu prüfen. Sofern absehbar ist, dass die Delamination über die gesamte bzw. große Teile der Glasfläche vordringt, wird das statische Tragverhalten negativ beeinflusst, da beispielsweise Windbeanspruchungen nicht wie ursprünglich über den gesamten Verbund sondern im ungünstigsten Fall nur noch über eine Einzelscheibe abgetragen werden. Sofern derartige Delaminationen vorliegen bzw. zu erwarten sind, sind geeignete Sicherungsmaßnahmen bzw. der Austausch der Verglasung zu ergreifen.

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FAQ – Die wichtigsten Fragen im Überblick

Floatglas ist ein klar durchsichtiges Glas höchster Qualität. Dabei beschreibt "Float" das Herstellungsverfahren bei dem die flüssige Glasschmelze über flüssiges Zinn fließt. Das moderne Floatglas-Herstellungsverfahren hat zwischenzeitlich praktisch alle früheren Produktionsverfahren für klares Flachglas abgelöst.
Ornamentglas ist ein im Maschinen-Walzverfahren hergestelltes Glas. Es wird farblos oder auch farbig ohne oder mit Drahtnetzeinlage, mit ein- oder beidseitig strukturierter Oberfläche erzeugt. Es ist lichtdurchlässig, aber nur vermindert durchsichtig. Als Ornamentglas (Gussglas) wird gegossenes und gewalztes Flachglas bezeichnet, das im Walzverfahren hergestellt wird und überwiegend in Innenräumen zum Einsatz kommt. Es ist nicht klar durchsichtig (transluzent) und weist eine besondere Struktur auf, die bei der Herstellung entsteht. Dabei wird die flüssige Glasmasse durch strukturierte Walzen geführt, deren Muster sich dann im Glas abbilden. So werden mehr oder weniger transparente, aber immer transluzente Gläser erzeugt. Je nach Dichte der Muster ergeben sich unterschiedliche Sichtschutzfaktoren
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